Gefahr verstärkter Nebenwirkungen
Der Stoffwechsel arbeitet bei jedem Menschen unterschiedlich schnell. Bei Menschen mit sehr schnellem Stoffwechsel, der in der Fachsprache Metabolismus genannt wird, kann es sein, dass mit einer durchschnittlichen Dosierung keine ausreichende Wirkung erzielt wird. Umgekehrt besteht bei Menschen mit einem langsamen Metabolismus das Risiko, dass die Medikamentenkonzentration im Blut zu hoch ist oder zu lange auf einem zu hohen Niveau gehalten wird. Ein zu hoher Medikamentenspiegel führt wiederum häufig zu unerwünschten Nebenwirkungen. Je nachdem, zu welchem der vier Metabolisierer-Phänotypen Sie gehören, kann die Dosierung Ihrer Medikamente angepasst werden.
Die vier Metabolisierer-Phänotypen

- PM = langsamer Metabolisierer: Medikamente werden nur langsam metabolisiert, in der Folge können verstärkt Nebenwirkungen auftreten.
- IM = eingeschränkter Metabolisierer: Medikamente werden nur eingeschränkt metabolisiert.
- EM = extensiver Metabolisierer: Medikamente werden normal oder leicht schneller metabolisiert.
- UM = ultraschneller Metabolisierer: Medikamente werden sehr schnell metabolisiert. Hier besteht die Gefahr, dass Medikamente nur eine geringe oder gar keine Wirkung erzielen.
Empfehlung
CYP-450-Test vor der Anwendung von Betablockern, Krebsmedikamenten, Antidepressiva, Neuroleptika, Protonenpumpenhemmer, Anti-Epileptika sowie weiteren regelmäßig einzunehmenden Medikamenten.
Benötigt:
Eine Blutprobe.
Stichwort für Ihr Arztgespräch:
Optimale Medikamentendosierung, Metabolisierung von Medikamenten, CYP-450-Test, Arzneimittelverträglichkeit.

