Bluttest als Grundlage der Diagnose
Nach den neuesten Erkenntnissen hilft besonders die Bestimmung des Homocystein-Spiegels, Ihr persönliches Arterioskleroserisiko noch zuverlässiger zu beurteilen. Ist der Homocystein-Spiegel zu hoch, was bei ca. 50 Prozent aller über 50-Jährigen der Fall ist, haben Sie ein erhöhtes Arterioskleroserisiko. Wichtig für die Wahl einer Therapie ist die Erkenntnis, dass Sie auch ohne Einnahme von Medikamenten den Homocystein-Spiegel senken und damit auch das Herzinfarkt- bzw. Schlaganfallrisiko mindern können. Dieser Effekt ist durch gezielte Gabe der Vitamine B6, B12 und von Folsäure zu erreichen. Neuere Untersuchungen legen auch einen Zusammenhang zwischen Zahngesundheit (Parodontitis) und Herzgesundheit nahe.
Aussagekräftiger Fettstoffwechsel

- Was Ihr Blut verrät: Auch Ihren Fettstoffwechsel kann Ihr Arzt im Labor testen lassen.
In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass es innerhalb der LDL-Cholesterine deutliche Unterschiede bezüglich der gefäßschädigenden Wirkung gibt. Es gilt heute als sicher, dass kleine, dichte LDL wesentlich gefährlicher sind als größere, leichtere. Überwiegen kleine, dichte LDL, erhöht sich das Herzinfarktrisiko um das 3- bis 7-fache, und zwar unabhängig vom LDL-Cholesterin. Eine solche Stoffwechsellage ist teilweise genetisch bedingt. Sie hängt außerdem von weiteren Faktoren ab wie Alter, Geschlecht, körperliche Aktivität und Ernährung. Auch spielen Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Metabolisches Syndrom oder Nierenschädigungen eine Rolle. Mit der neuen LipoDens®-Methode kann der komplette Fettstoffwechselstatus einschließlich sämtlicher Unterfraktionen detailliert analysiert werden, was eine verbesserte Risikoabschätzung ermöglicht.
Unser Tipp
Besonders wertvoll ist die Laboranalytik, wenn in Grenzbereichen Entscheidungen zu treffen sind: Reicht allein die Umstellung der Lebensgewohnheiten? Ideale Vorbeugung ist noch immer Sport und Bewegung. Ist möglicherweise die Einnahme zusätzlicher Vitamine (Folsäure, Vitamine B6 und B12) sinnvoll? Ist der Einsatz von Medikamenten erforderlich?

