Risiken rechtzeitig erkennen

- Bewegung hilft: Experten empfehlen, jeden Tag körperlich aktiv zu sein.
Meist wirken bei der Entstehung der Gefäßschädigung verschiedene Risikofaktoren zusammen: Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte, Rauchen, Bluthochdruck, Bewegungsmangel, Zuckerkrankheit und Stress. Nur ein frühzeitiges Erkennen dieser Risikofaktoren gibt die Chance, diese auszuschalten und den Verkalkungsprozess zurückzudrängen. Wichtig ist das möglichst frühzeitige Erfassen einer individuellen Disposition. Das schafft die Voraussetzungen für eine rechtzeitige „Gegenwehr“. Frühe Veränderungen, wie beispielsweise Wandverdickungen der Arterien, können auch durch moderne Ultraschalltechnik erkannt werden.
Bestimmung neuer Risikofaktoren
Die Initiative Herz-Gesundheit unter Leitung von Prof. Dr. Gerd Assmann engagiert sich seit langem für eine umfassende Vorsorgeuntersuchung. Auf deren Basis können Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt Maßnahmen zur effektiven Vorbeugung drohender Arteriosklerose festlegen. Zu dieser Vorsorgeuntersuchung gehören die bekannten klassischen Risikofaktoren wie hohe Cholesterinwerte oder Rauchen. Aufgrund von Daten der PROCAM-Studie und anderer internationaler Untersuchungen konnten in den letzten Jahren neben den klassischen Risikofaktoren weitere Merkmale gesichert identifiziert werden, die das Risiko einer Arteriosklerose erhöhen. Dazu zählen Homocystein, Lipoprotein (a) sowie hs-CRP. Mit der Erfassung dieser Werte durch Labortests steht einer umfassenden Diagnostik und der richtigen Therapie nichts im Weg. Neueste Untersuchungen zeigen, dass sich durch die Wahl der richtigen Therapie die Lebenserwartung statistisch verlängern kann.
Im Detail
Um das gesamte Arterioskleroserisiko zu erfassen, ist die Untersuchung mehrerer Laborparameter wichtig:
- „Blutfette” Gesamtcholesterin und Triglyceride
- LDL-Cholesterin („schlechtes Cholesterin“)
- HDL-Cholesterin
- Homocystein
- Fibrinogen
- Lipoprotein (a)
- hs-CRP

