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Vorsorgepaket „Herzinfarktrisiko“

Untersuchungen des Herzinfarktrisikos werden in Deutschland zumeist nach dem PROCAM-Score bewertet. Zu den klassischen sind in letzter Zeit neue Risikofaktoren hinzugekommen, die in die PROCAM-Herzinfarktrisiko-Berechnung aufgenommen wurden. Dazu zählen:

  • Homocystein: Nach jüngsten Forschungsergebnissen ist ein erhöhter Homocystein-Wert als eigenständiger Risikofaktor mitverantwortlich für die Schädigung der Arterien. Er ist Auslöser oder Verstärker einer Arteriosklerose, die zum Herzinfarkt führen kann.
  • CRP sensitiv: Erst die moderne Laboranalytik schaffte die Voraussetzung, dass durch Bestimmung des so genannten CRP sensitiv chronische Entzündungsprozesse an den Gefäßwänden nachgewiesen werden können. Nach aktuellen Studien weisen Herzinfarkt-gefährdete Patienten einen erhöhten Wert auf.
  • Lipoprotein (a): Lipoprotein (a) ist ein Risikofaktor für Gefäßverkalkung, der genetisch festgelegt ist. Seine Bedeutung wurde erst in jüngerer Vergangenheit entdeckt. Hohe Lipoprotein (a)-Werte sind besonders bei Personen gefährlich, die auch hohe LDL-Cholesterinwerte aufweisen.

Individuelle Therapiekonzepte

Mit dem erweiterten Score lässt sich die Verminderung des Herzinfarktrisikos gemeinsam mit Ihrem Arzt besser steuern: Neue Therapie-Empfehlungen lassen sich gezielter an Ihre persönliche Situation anpassen. Das gilt besonders, wenn die Änderung der Lebensgewohnheiten nicht mehr ausreicht, um das Infarktrisiko zu senken. Leider bezahlt die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) das hier beschriebene Vorsorgepaket „Herzinfarktrisiko“ zurzeit nicht. Sie können diese Untersuchung jedoch bei Ihrem Arzt auf eigene Kosten durchführen lassen. Neuere Forschungsergebnisse geben außerdem klare Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Herzinfarkt und Vitamin-D-Mangel.

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Wussten Sie`s?

Die klassischen Risikofaktoren, die zur Herzinfarkt-Vorsorge ermittelt werden, sind: Alter, Übergewicht (Adipositas), Rauchen, familiäres Risiko durch genetische Disposition, hoher Blutdruck (Hypertonie), Blutfette, insbesondere ein erhöhter LDL-Cholesterinspiegel und Diabetes mellitus.

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