Einfacher Test zeigt Herzschwäche

- Schwaches Herz: Obwohl der Herzmuskel bei Herzinsuffizienz häufig verdickt ist, lässt seine Pumpleistung nach.
Das Herz ist der Motor unseres Körpers. Im Verlauf von 70 Jahren schlägt es 2 bis 3 Milliarden Mal. Es muss Trillionen Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen und befreit gleichzeitig den Körper von stoffwechselbedingten Abfallprodukten. Im Ruhezustand pumpt das Herz etwa 5 Liter Blut durch den Körper – vorausgesetzt, das Herz ist gesund. Ist das Herz krank, kommt der Motor ins Stottern. Wer an Kurzatmigkeit leidet, schnell an seine körperlichen Leistungsgrenzen stößt oder Ödeme hat, sollte sein Herz testen lassen. Denn oft steckt Herzinsuffizienz hinter diesen Symptomen. Ohne adäquate Behandlung lebt bei schwerer Herzschwäche nur etwa die Hälfte der Patienten länger als fünf Jahre.
NT-proBNP gibt Aufschluss
Seit ihrer Entdeckung im Jahr 1981 stehen die natriuretischen Peptide als labordiagnostische Parameter im Interesse der medizinischen Forschung. Das Brain Natriuretic Peptide (BNP) ist ein Hormon, das zuerst im Hirngewebe entdeckt wurde, aber hauptsächlich in der linken Herzkammer gebildet und bei Herzschwäche abgesondert wird. Die Höhe der BNP-Konzentration im Blut korreliert sehr gut mit dem Schweregrad einer Herzleistungsschwäche: Je höher der Wert, desto schwächer das Herz.
Vollautomatisierter Labortest
NT-proBNP ist ein vollautomatisierter Labortest für Herzinsuffizienz. Durch die Messung kann mit nahezu hundertprozentiger Sicherheit eine Herzinsuffizienz ausgeschlossen werden. Deshalb empfiehlt die europäische Kardiologengesellschaft „European Society of Cardiology“ NT-proBNP zur Ausschlussdiagnostik der Herzinsuffizienz. Außerdem ist der Test ideal zur Überwachung einer Herzinsuffizienz-Therapie geeignet. Durch Therapiemonitoring mit NT-proBNP kann die Zahl von Patienten, die an Herzinsuffizienz sterben, signifikant verringert werden. Ihr Arzt berät Sie gerne.
Wussten Sie`s?
Die Hauptursachen der Herzinsuffizienz sind bekannt: Herzinfarkt, Erkrankungen der Herzkranzgefäße (Angina Pectoris) und kardiale Aneurismen. Aber auch Bluthochdruck, Fehler der Herzklappen und spezifische Erkrankungen des Herzmuskels gelten als Ursachen. Außerdem Diabetes, Arteriosklerose und das Rauchen.

