Risiko für Herz und Hirn
Von der reinen Alterserscheinung zur typischen Zivilisationskrankheit: Gefäßerkrankungen werden auch unter Jüngeren immer häufiger. Die klassischen Risikofaktoren sind Rauchen, Bewegungsmangel, Übergewicht, Diabetes, eventuell auch zu hoher Fettkonsum. Seit neuestem ist der Zusammenhang mit Homocystein belegt. Dieses Stoffwechselprodukt bleibt in erhöhter Dosis im Blut, wenn eine Eiweißverbindung nur unvollständig abgebaut wird. Ursache können unter anderem Vitaminmangel oder ein genetischer Defekt sein.
Fakten zu Homocystein
- Auch vergleichsweise junge Menschen sind bei erhöhtem Homocystein einem erhöhten Arteriosklerose- und damit Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko ausgesetzt.
- Mehr als die Hälfte aller über 50-Jährigen haben erhöhte Homocystein-Werte.
- Erhöhte Homocystein-Spiegel werden als unabhängiger Risikofaktor für etwa 10 Prozent der Herz- Kreislauf-Erkrankungen verantwortlich gemacht. Diese Erkrankungen sind in der westlichen Welt die Todesursache Nummer eins.
- Darüber hinaus ist erhöhtes Homocystein ein gesicherter Risikofaktor für geistigen Abbau im Alter (Demenz und Morbus Alzheimer).
Ein Bluttest klärt, ob der Homocystein-Spiegel im Blut erhöht ist. Ein erhöhter Spiegel ist gut zu therapieren.
Homocystein: Seine schädigende Wirkung auf die Blutgefäße ist nachgewiesen, die Vorbeugung einfach und preiswert.
Empfehlung
Einmalige Untersuchung auf Homocystein bei Erwachsenen, bei erhöhten Werten: regelmäßige Nachkontrolle.
Benötigt:
Eine Blutentnahme.
Stichwort für Ihr Arztgespräch:
Homocystein-Spiegel und Gefäßerkrankungen.

