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Gefahr nicht nur für Reisende

Nehmen Sie die Pille? Rauchen Sie? Sind Sie übergewichtig und treiben Sie wenig Sport? Falls Sie eine oder mehrere dieser Fragen mit Ja beantworten, kann bei Ihnen ein erhöhtes Thromboserisiko vorliegen. Langes Sitzen mit angewinkelten Beinen auf Fern- oder Busreisen steigert dieses Risiko noch zusätzlich. Weil Fernreisen immer mehr zunehmen, ist die Reisethrombose inzwischen ein großes Thema innerhalb der Reisemedizin.

Was ist eine Thrombose?

Eine Thrombose entsteht durch „Verstopfung“ eines Blutgefäßes durch ein Gerinnsel. Betroffen sind sehr häufig Venen der Beine. Löst sich ein solches Gerinnsel in den Venen, so spricht man von einem Embolus. Aus den tiefen Venen der Beine kann dieser Embolus verschleppt werden und schließlich in der großen Lungenarterie hängen bleiben. Das ist dann die gefürchtete und lebensgefährliche Lungenembolie. Auch ohne akute Lungenembolie führt eine Thrombose oft zu schweren Spätschäden: Als Folge einer Netzhautthrombose kann es zu Erblindung kommen. Durch Gerinnselbildung können die Venen so stark verengt werden, dass es zu einem chronischen Blutstau der Beine kommt – mit Wassereinlagerung, Schwellung und schließlich zur Bildung chronischer Geschwüre. Die Folge: das so genannte Postthrombotische Syndrom (PtS), landläufig auch als „offene Beine“ bezeichnet.

Lesen Sie mehr zum Thema Thromboserisiken.

Vorsicht Reisethrombose: Besonders langes Sitzen auf Reisen kann das Risiko erhöhen, eine Thrombose zu erleiden – gerade wenn Vorerkrankungen vorliegen.

Wussten Sie`s?

Die gefährlichen tiefen Thrombosen, also diejenigen, bei denen sich aus den tiefen Beinvenen ein Gerinnsel löst, treten gehäuft bei Personen ab 40 Jahren auf. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

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