Risiken rechtzeitig erkennen
Über fünf Prozent der Bevölkerung sind – oft ohne dies zu wissen – von einer angeborenen Thromboseneigung betroffen. Menschen mit bereits erhöhtem Risiko (Übergewicht, Rauchen, Pille) sollten darum mit ihrem Arzt über die Untersuchung des individuellen Thromboserisikos sprechen. Durch Fortschritte in der Thromboseforschung gibt es heute die Möglichkeit, angeborene Störungen der Blutgerinnung sicher zu erfassen – lange bevor es zu einer Thrombose kommt. Wenn Thrombosen oder Embolien in der näheren Verwandtschaft diagnostiziert wurden, vor Antritt von Langstreckenflügen oder langen, gegebenenfalls mehrtägigen Busreisen, zur Abklärung vor der ersten Schwangerschaft und zur Risikobeurteilung vor einer Erstverordnung von Hormonpräparaten ist eine Abklärung sinnvoll.
Großes und erweitertes Laborprofil
Eine angeborene Thromboseneigung kann durch eine Blutuntersuchung erfasst werden. Das „kleine Laborprofil“ untersucht die beiden mit Abstand häufigsten angeborenen Störungen:
- APC-Resistenz (Faktor-V-Leiden-Mutation)
- Mutation des Prothrombingens
Mit dem „erweiterten Thromboseprofil“, beispielsweise bei ausgeprägter familiärer Thromboseneigung, werden ergänzend noch folgende Risikofaktoren erfasst:
- Antithrombin-Mangel
- Protein-C-Mangel
- Protein-S-Mangel
Auch durch die Bestimmung des Homocystein-Werts kann das Thromboserisiko weiter eingegrenzt werden. Kennen Sie Ihr persönliches Thromboserisiko, können Sie die richtigen Vorsorgemaßnahmen ergreifen.
Empfehlung
Feststellung der individuellen Thromboseneigung durch Laboranalyse.
Benötigt:
Eine Blutprobe.
Stichwort für Ihr Arztgespräch:
Thrombose, Thromboseneigung, Homocystein.

