Was passiert bei einer Infektion?
Chlamydien dringen in die Schleimhautzellen des Menschen ein und vermehren sich dort. Die Untergruppe der Chlamydia trachomatis ist verantwortlich für Entzündungen der Geschlechtsorgane, Harnwege und Augen. Das Problem dabei: Häufig wird die akute Infektion zunächst nicht entdeckt. Unbemerkt können sich schwere Langzeitfolgen entwickeln. Beschwerden äußern sich bei Frauen meist als Ausfluss, unklare Blutungen, Brennen beim Wasserlassen, Druckgefühl in der Blase oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Männer klagen ebenfalls über Brennen beim Wasserlassen und über glasig-milchigen Ausfluss aus der Harnröhre.
Wichtig: rechtzeitige Behandlung

- Hören Sie auf Ihren Körper: Sprechen Sie bei Beschwerden mit Ihrem Arzt.
Wenn Sie Symptome bei sich feststellen, sollten Sie diese nicht auf die leichte Schulter nehmen. Jede Veränderung im Genitalbereich muss ernst genommen werden. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber. Wenn die Entzündungen des Harn- und Genitaltraktes nicht rechtzeitig behandelt werden, verlaufen sie oft chronisch. Das kann bei Frauen Eileiterschwangerschaften, Fehl- oder Frühgeburten zur Folge haben. Kinder infizierter Mütter können sich bei der Geburt anstecken und an schwerwiegenden Augeninfektionen erkranken. Chlamydien können außerdem die Entstehung von Arthritis begünstigen und sind die häufigste Ursache der infektionsbedingten Sterilität beider Geschlechter. Eine Laboranalyse eines Zellabstrichs oder einer Urinprobe zeigt, ob Sie mit Chlamydien infiziert sind und ob eine Behandlung erfolgen muss.
Empfehlung
Jährliche Untersuchung.
Benötigt:
Zellabstrich oder Urinprobe.
Stichwort für Ihr Arztgespräch:
Chlamydien-Infektion, Chlamydia-trachomatis-DNA-Test.

