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Häufige Infektionswege

„Wie konnte ich mir dieses Virus einfangen?“ – Das ist eine der häufigsten Fragen, die sich Patienten stellen, nachdem ihnen ihr Arzt die Diagnose Hepatitis C mitgeteilt hat. Sicherlich, eine erhöhte Infektionsgefahr besteht für Konsumenten von Heroin, die das Spritzbesteck mit anderen Drogenkonsumenten teilen. Doch es sind bei weitem nicht nur Drogenabhängige, die sich mit dem gefährlichen Virus infizieren.

Übertragung über Blut

Erschwerte Diagnose: Oftmals ist unklar, wie sich der Patient mit Hepatitis C angesteckt hat.

Grundsätzlich wird das Virus über Blut übertragen. Eine Übertragung durch andere Körperflüssigkeiten, wie beispielsweise Speichel, konnte bisher nicht beobachtet werden. Aufgrund dieses Weges der Übertragung stellen verunreinigte Instrumente auch bei Tätowierungen und Piercings Risikofaktoren dar. Selbst das Ausschaben des Nackens beim Friseur kommt als Übertragungsweg in Frage. Häufige Infektionswege sind auch Verletzungen mit spitzen und scharfen Instrumenten, die als so genannte „Nadelstichverletzungen“ bezeichnet werden. Bis etwa zum Jahr 1991 waren darüber hinaus die Empfänger einer Bluttransfusion gefährdet. Doch nachdem moderne Testverfahren Hepatitis-C-positive Blutspender identifizieren, sind Bluttransfusionen inzwischen sehr sicher.

Impfung nicht möglich

Das Risiko einer Übertragung beim Sexualverkehr ist abhängig vom Sexualverhalten, kann jedoch als niedrig eingestuft werden. Ebenso wie die Ansteckungsgefahr beim Zahnarztbesuch oder einem anderen medizinischen Eingriff – wobei das Risiko nie ganz ausgeschlossen werden kann. Aufgrund der Vielzahl der Ansteckungsmöglichkeiten lässt sich bei etwa 30 Prozent der Erkrankungen der Infektionsweg im Nachhinein nicht mehr nachvollziehen. Sicher ist nur, dass sich jährlich mehrere Tausend Menschen neu infizieren. Und sicher ist auch: Eine Impfung gegen Hepatitis C ist nicht möglich!

Empfehlung

Hepatitis-C-Antikörpertest.

Benötigt:
Eine Blutprobe.

Stichwort für Ihr Arztgespräch:
Hepatitis-C-Antikörpertest, erhöhter GPT-Wert, erhöhte Leberwerte.

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