Was ist Hepatitis C?
Hepatitis C ist eine entzündliche Erkrankung der Leber, die durch ein Virus verursacht wird. Gelangt das Hepatitis-C-Virus in den menschlichen Körper, wandert es über das Blut in die Leber, nistet sich dort in den Leberzellen ein und vermehrt sich. Bei etwa 20 Prozent der Patienten heilt die Hepatitis C innerhalb eines halben Jahrs ohne eine Behandlung aus. Bei den anderen 70 bis 80 Prozent gelingt es dem körpereigenen Abwehrsystem nicht, das Virus erfolgreich zu bekämpfen – die Hepatitis C nimmt einen chronischen Verlauf.
Zunächst kaum Symptome
Das Problem dabei ist jedoch, dass Hepatitis C eine symptomarme Krankheit ist. Deshalb wird sie oft nicht wahrgenommen. Auch gibt es verschiedenste Möglichkeiten, sich zu infizieren. Viele Betroffene schreiben die Symptome – Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Übelkeit – fälschlicherweise einem grippalen Infekt zu, weil sie nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Anschließend hat ein großer Teil der Infizierten über viele Jahre keine Beschwerden – doch im Verborgenen arbeitet das Virus weiter, mit oft verheerenden Folgen. Die Betroffenen werden Invalide.
Weitere Hepatitis-Viren
Außer der Hepatitis C gibt es weitere Hepatitis-Viren, darunter Hepatitis A und B. Hepatitis A wird durch verunreinigte Lebensmittel und Trinkwasser übertragen, Hepatitis B dagegen durch Blut und Blutprodukte sowie Geschlechtsverkehr. Auch diese Viren wandern über das Blut in die Leber, nisten sich dort in den Leberzellen ein und vermehren sich. Das hat oftmals dramatische Folgen für die Leberfunktionen. Gegen beide Erreger kann man sich impfen lassen, wobei alle drei Jahre eine Auffrischimpfung nötig ist. Im Zweifel kann Ihr Impfstatus durch einen Antikörpertest geprüft werden.
Wussten Sie`s?
GPT (Glutamat-Pyruvat-Transaminase) sind Eiweißstoffe, die bestimmte Stoffwechselprozesse in der Leber auslösen. Normalerweise sind sie im Blut nur in geringer Menge vorhanden. Wird die Leber durch das Hepatitis-C-Virus (kurz: HCV) geschädigt, werden die GPT vermehrt in das Blut abgegeben. Deshalb sagt der GPT-Wert etwas über den Zustand der Leber aus. Allerdings gibt die Messung nur eine Momentaufnahme wieder. Bei erhöhtem GPT-Wert sollte deshalb in jedem Fall ein Anti-HCV-Test durchgeführt werden.

