„Blinde“ Impfungen vermeiden

- Der Impfpass gibt Auskunft: Hier werden alle Impfungen eingetragen.
Besondere Bedeutung hat die Überprüfung des Impfstatus, wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie noch geschützt sind. Zum Beispiel, weil Ihr Impfpass fehlt oder wenn Sie nicht genau wissen, ob bei mehrschrittigen Impfungen die richtigen Zeitabstände zwischen den einzelnen Impfstoffgaben eingehalten wurden. Bei einer „blinden“ Impfung riskieren Patienten Nebenwirkungen, die durch einen vorherigen Test vermeidbar wären. Bei diesem Bluttest wird Ihr Blut auf Antikörper gegen die entsprechenden Erreger untersucht. Sind ausreichend Antikörper vorhanden, sind Sie geschützt. Sind jedoch zu wenige Antikörper im Blut zu finden, können die jeweiligen Impfungen vorgenommen werden. Bestimmte Impfungen müssen regelmäßig aufgefrischt werden. Die Tests des Impfstatus werden von den privaten Krankenkassen erstattet.
Wer sollte seinen Impfschutz überprüfen lassen?
Es gibt verschiedene Patientengruppen, bei denen ein Test ihres Antikörperstatus besonders sinnvoll ist:
- Personen, die einen unklaren Impfstatus haben und wissen wollen, ob noch Schutz besteht
- Personen mit gestörter Infektabwehr
- Personen, die Medikamente nehmen, die das Immunsystem negativ beeinflussen, z.B. Cortisonpräparate
- Personen über 60 Jahre (auch das Immunsystem „altert“)
- Personen, die eine Chemotherapie hatten oder Krebs haben
- Personen mit Störungen im blutbildenden System
- Personen mit mehr als 20 Prozent Übergewicht
- Personen, die sehr viel rauchen
- Medizinisches Personal
Empfehlung
Überprüfung des Impfschutzes bei unklarem Impfstatus.
Benötig:
Eine Blutprobe.
Stichwort für Ihr Arztgespräch:
Antikörpertest, Impfstatus.

