Vor Zeckenstichen schützen

- Genießen Sie die Natur: Mit langen Hosen und geschlossenen Schuhen sind Sie gut gegen Zeckenstiche geschützt.
Geschlossene Schuhe und lange Hosen bieten bei Spaziergängen durch Wald und Wiesen einen ersten Schutz vor Zecken, die sich vorwiegend in Gräsern und Büschen aufhalten. Anti-Mückenspray sorgt für zusätzlichen Schutz. Nach der Rückkehr sollten Sie Ihre Kleider wechseln, duschen und den Körper nach Zecken absuchen. Zecken lieben es feuchtwarm und sitzen deshalb häufig in Knie- und Achselhöhlen, im Bauchnabel und im Genitalbereich. Auch im heimischen Garten können Zecken lauern. Diese Gefahr wird häufig unterschätzt. Zecken leben im Unterholz, in Gebüschen, im hohen Gras und am Boden. Menschen, die häufig im Garten arbeiten, haben deshalb ein höheres Risiko, gestochen zu werden.
Extrem hartnäckig
Die kleinen Spinnentiere sind extrem widerstandsfähig. Sie können mehrere Jahre ohne Nahrung auskommen und überleben sogar einen Vollwaschgang. Das bedeutet, dass ein Zeckenstich auch noch einige Tage nach einem Waldspaziergang erfolgen kann, wenn Sie die Tiere unbemerkt mit der Kleidung nach Hause getragen haben.
Größere Population durch Klimawandel
Auch der Klimawandel hat Auswirkungen auf das Verhalten der Zecken. Wegen der häufig milden Winter sind die Tiere vielerorts inzwischen fast ganzjährig aktiv. Erst ab einer Temperatur von unter sieben Grad fallen sie in Winterschlaf. Fehlende Frosttage sorgen dafür, dass die Eier unbeschadet überleben und Populationen zunehmen. Deshalb gilt: Schützen Sie sich, aber bleiben Sie besonnen. Genießen Sie auch weiterhin den Aufenthalt in der Natur. Und falls Sie eine Zecke an Ihrem Körper finden, handeln Sie schnell.
Wussten Sie`s?
Ein amerikanischer Forscher setzte Zecken verschiedenen Waschgängen aus. Das erschreckende Ergebnis: Ein Teil der Tiere überlebte sogar den Kochwaschgang. Nur die Behandlung im Wäschetrockner tötete alle Tiere.

