Impfschutz gegen die HPV-Infektion
Seit Kurzem gibt es eine Impfung, die Schutz gegen eine HPV-Infektion bietet. Allerdings beinhaltet die derzeitige Impfung nur Schutzstoffe gegen die Hochrisikotypen 16 und 18 – jenen beiden HPV-Typen, die am häufigsten an der Entstehung von Krebsvorstufen beteiligt sind und die schwersten Infektionsverläufe nach sich ziehen. Da nur diese beiden Typen im Rahmen der Impfung erfasst werden, besteht kein hundertprozentiger Schutz. Ungefähr 70 Prozent der Infektionen können jedoch verhindert werden.
Kostenübernahme für Mädchen unter 18

- Mütter sind gefragt: Besprechen Sie mit Ihrer Tochter, ob eine Impfung für sie in Frage kommt.
Die Wirkung der Impfung kann sich nur entfalten, wenn bisher keine Infektion vorliegt. Deshalb wird dringend empfohlen, die Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr durchzuführen. Für Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten. Über die Wirkungsdauer und den tatsächlichen Umfang des Schutzes existieren abschließend noch keine medizinisch gesicherten Daten. Wissenschaftler gehen jedoch davon aus, dass der Schutz sehr lange anhält – möglicherweise lebenslang. Zur abschließenden Beurteilung werden zurzeit Beobachtungsstudien durchgeführt. In jedem Fall ist es auch nach der Impfung notwendig, an den Krebsfrüherkennungsuntersuchungen teilzunehmen.
Im Detail
Etwa 150 verschiedene Papilloma-Viren sind bekannt, die meisten als Auslöser ungefährlicher Hautwarzen. 30 HP-Virus-Typen sind jedoch alles andere als harmlos: Sie können sich in der Genitalschleimhaut festsetzen und Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses hervorrufen.

