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PSA-Test zur Krebsvorsorge

Regelmäßige Tests: Lassen Sie Ihre PSA-Werte über mehrerer Jahre prüfen, kann eine Krebserkrankung frühzeitig entdeckt werden.

Bereits Männer ab Mitte 40 sollten mit einem PSA-Screening beginnen. Damit können frühzeitig krankhafte Veränderungen der Prostata entdeckt werden. Ab Mitte 50 jährlich durchgeführte PSA-Tests geben dann schnell und zuverlässig Auskunft darüber, ob die Prostata gesund ist. Denn neben dem Grenzwert zwischen „niedrig/normal“ und „erhöht“ ist die Beobachtung des Anstiegs über die Jahre hinweg von großer Bedeutung. Wichtig dabei ist das richtige Bestimmungsverfahren. Um Vergleichbarkeit sicherzustellen, sollte unbedingt tageszeitliche Schwankungen berücksichtigt und immer derselbe Test verwendet werden.

PSA-Wert richtig messen

Die Bestimmung des PSA-Werts wird in der Regel vom Haus- oder Facharzt veranlasst. Patienten können ihn aber auch direkt im Labor bestimmen lassen. Damit eine Vergleichbarkeit aller Werte während des mehrjährigen Screenings gegeben ist, sollte unbedingt immer derselbe Test verwendet werden. Um Fehlerquellen zu vermeiden, sollten außerdem folgende Hinweise berücksichtigt werden:

  • Vor der Untersuchung nicht Rad fahren.
  • Kurz vor der Blutabnahme für den PSA-Test keine rektale Prostatauntersuchung beim Urologen vornehmen lassen.
  • 2 Tage vor der Blutabnahme sexuell abstinent sein.
  • Um tageszeitliche Schwankungen zu vermeiden, den PSA-Wert immer zur selben Uhrzeit messen lassen.

Am sichersten lässt sich eine fehlerfreie Zeitserie (PSA-Screening) erstellen, wenn Ihr Arzt oder Sie persönlich die Messung immer beim gleichen Labor vornehmen lassen.

Weitere Tests können Sicherheit bringen

Ein über 15 erhöhter PSA-Wert gilt als sicherer Nachweis einer Krebserkrankung. Häufig liegt jedoch nur ein niedrigerer Wert vor. In diesem Fall sollte durch Bestimmung des komplexierten PSA (cPSA) bzw. des freien PSA (fPSA) die Sachlage näher beleuchtet werden. Außerdem kann ein PCA3-Test bei der Entscheidung helfen, wann eine Biopsie durchgeführt werden sollte.

Lesen Sie mehr zum Thema PCA3-Test.

Im Detail

Der nur selten beachtete Anstieg des PSA im Vergleich zu einem Vorwert gibt wertvolle Hinweise: Bei Prostatakrebs liegt dieser fast immer bei über 0,7 Nanogramm pro Milliliter pro Jahr (0,35 pro Halbjahr/0,175 pro Quartal). Mit diesem Rüstzeug kann Ihr Arzt sicher entscheiden, welches weitere Vorgehen angezeigt ist. Im Zweifelsfall sollte der erhobene Wert nach einigen Monaten kontrolliert werden.

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