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Windpocken in der Frühschwangerschaft

Eine Infektion mit Windpocken in der Frühschwangerschaft birgt Gefahren. Bis ungefähr zur 23. Schwangerschaftswoche kann sie zu einem sogenannten kongenitalen Varizellen-Syndrom führen: Das Neugeborene leidet an Hautnarben, Veränderungen der Gliedmaßen, geringem Geburtsgewicht und Lähmungen. Bei ca. 1 bis 2 Prozent der erkrankten Patientinnen treten diese Komplikationen auf. Auch bei einer erstmaligen Windpockeninfektion der Mutter kurz vor der Geburt kann es beim Kind zu einer schwer verlaufenden Infektion kommen, die mit Folgeschäden verbunden sein kann. Schwangere, die diese Erkrankung schon durchgemacht haben, sind geschützt. Dies ist bei ca. 94 Prozent aller Schwangeren der Fall.

Antikörpertest

Auf Abstand: Besitzen Sie keine Windpocken-Antikörper, sollten Sie den Kontakt zu Erkrankten meiden.

Bei nicht geschützten Schwangeren, die Kontakt mit Windpockenpatienten haben, kann die Krankheit durch rechtzeitige Gabe eines Immunglobulins in etwa 50 Prozent der Fälle verhindert werden. Wir empfehlen, die Antikörper zu bestimmen, falls Sie sich nicht an eine Erkrankung mit Windpocken erinnern. Wenn Sie die Krankheit noch nicht hatten, sollten Sie Kontakt mit an Windpocken erkrankten Kindern und Erwachsenen meiden. Im Allgemeinen besteht die Gefahr der Ansteckung einige Tage vor Auftreten der Bläschen bis zur Verkrustung der meisten Pusteln. Frauen mit Kinderwunsch, die noch nicht an Windpocken erkrankt waren, können sich auch vorbeugend impfen lassen.

Lesen Sie mehr zum Thema Zytomegalie.

Unser Tipp

Empfohlene zusätzliche Untersuchungen zur Vorsorge während der Schwangerschaft sind:

  • Toxoplasmose
  • Zytomegalie-Virus-Infektion
  • Varizella-Zoster-Virus-Infektion (Windpocken)
  • Parvo-Virus-B19-Infektion (Ringelröteln)
  • B-Streptokokken-Infektion
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