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Erster Schritt: ausführliche Diagnose

Die Ursachen für ungewollte Kinderlosigkeit können vielfältig sein. Deshalb gehören zur ärztlichen Diagnostik von Anfang an mehrere Aspekte. In einem ausführlichen Gespräch mit Ihrem Arzt können mögliche nichtanatomische Ursachen entdeckt werden: Zu diesen Risiken zählen neben Alter und Stress auch starkes Unter- oder Übergewicht, denn auch der Fettstoffwechsel ist direkt mit dem Hormonsystem verbunden. Außerdem kann der Umgang mit Giftstoffen, starker Zigaretten- oder Alkoholkonsum sowie – beim Mann – die Einnahme von Aufbausubstanzen wie Anabolika eine Rolle spielen.

Stress und Hormone

Viele Frauen glauben, dass die jahrelange Einnahme der Pille einen negativen Einfluss auf die spätere Empfängnis ausüben kann. Dies konnte jedoch wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden. Medizinisch schwer zu beweisen, aber immer wieder beobachtet wird dagegen ein Zusammenhang zwischen psychischem Druck und dem Ausbleiben der Schwangerschaft. Die enge Verbindung zwischen unserem Hormonhaushalt und unserem psychischen Wohlbefinden ist seit langem bekannt – und zwar bei beiden Geschlechtern. So kann auch bei Männern beobachtet werden, dass die Qualität der Samenflüssigkeit unter Stress rapide abnimmt. Stress bedeutet in diesem Zusammenhang übrigens nicht nur berufliche Belastung. Wenn sich die Schwangerschaft nicht gleich einstellt, kann gerade der wachsende Kinderwunsch zu einem psychischen Stressfaktor werden.

Die richtige Behandlung folgt

Wichtig ist, zunächst eine umfassende Diagnose zu erstellen. Erst dann kann die richtige Behandlung eingeleitet werden.

Lesen Sie mehr zum Thema Behandlung.

Unser Tipp

So sorgt Ihre Ärztin/Ihr Arzt im Gespräch mit Ihnen für Klarheit:

  • Ausführliche Krankengeschichte
  • Ultraschalluntersuchung der weiblichen Geschlechtsorgane, um anatomische Auffälligkeiten auszuschließen
  • Aktuelle Hormonanalyse, die auch die männlichen Hormone und die Schilddrüsendiagnostik umfasst
  • Ggf. ein Zyklusmonitoring
  • Ggf. eine Überprüfung der Eileiterdurchgängigkeit
  • Ausführliches Spermiogramm nach Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation
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