Schutz des Kindes durch die Basisvorsorge
Die Schwangerschaftsvorsorge startet mit einer Blutentnahme: Zu Beginn der Schwangerschaft wird zunächst analysiert, ob Sie gegenüber einer Infektion mit dem Rötelnvirus immun sind. Dies ist wichtig, da eine Infektion in der Schwangerschaft zu Missbildungen bei Ihrem Kind führen kann. Ebenso wird Ihr Urin auf Chlamydien (Chlamydia trachomatis) untersucht. Eine Chlamydien-Infektion kann den Verlauf Ihrer Schwangerschaft ungünstig beeinflussen. Zusätzlich zur Basisvorsorge gibt es empfohlene Zusatzuntersuchungen.
Tests auf Vireninfektionen
Nach der 32. Schwangerschaftswoche wird nochmals eine Blutentnahme durchgeführt, die eine mögliche bestehende Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus aufdecken soll. Eine solche Infektion könnte bei der Geburt zu einer Ansteckung des Kindes führen. Außerdem ist es empfehlenswert, zusätzliche Untersuchungen auf HIV (AIDS-Virus) und Syphilis (Lues) durchführen zu lassen. Die Kosten dieser Vorsorgemaßnahmen werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Gegen Röteln und Hepatitis B können Sie sich durch eine Impfung schützen. Allerdings muss diese vor der Schwangerschaft erfolgen. Deshalb ist es für Frauen zwischen 20 und 40 Jahren grundsätzlich sinnvoll, eine Antikörperbestimmung zu Röteln und Hepatitis B durchführen und sich gegebenenfalls impfen zu lassen – noch bevor Sie schwanger sind.
Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen

Im Detail
Der Arzt bestimmt zusätzlich Ihre Blutgruppe und Ihren Rhesusfaktor und führt einen Antikörpersuchtest durch, um eine Unverträglichkeit der Blutgruppen zwischen Ihnen und Ihrem Kind frühzeitig festzustellen. Der Test wird zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche wiederholt. Falls bei Ihnen das Blutgruppenmerkmal Rhesus negativ festgestellt wurde, erhalten Sie in der 28. Woche der Schwangerschaft eine Spritze, die Antikörper gegen das kindliche Rhesusantigen enthält (Anti-D), um einer möglichen Unverträglichkeit der Blutgruppen zwischen Ihnen und Ihrem Kind vorzubeugen.

