Sinnvolle Ergänzung der Vorsorge

- Rechtzeitig eingreifen: Moderne Vorsorgeuntersuchungen helfen, mögliche Gefahren für Ihr Kind zu entdecken.
Die obligatorische Mutterschaftsvorsorge deckt leider nicht alle gefährlichen Infektionen während der Schwangerschaft ab. In Paragraf 70 des Fünften Buchs des Sozialgesetzbuches schreibt der Gesetzgeber: „Die Versorgung der Versicherten muss ausreichend und zweckmäßig sein, sie darf das Maß des Notwendigen nicht überschreiten und muss wirtschaftlich erbracht werden.“ Daraus ergibt sich, dass – abgesehen von Sonderfällen – kassenversicherte Patientinnen lediglich Anspruch auf die Basisleistungen haben. Es können jedoch weitere Untersuchungen und Maßnahmen sinnvoll sein. Die Kosten hierfür müssen von Ihnen persönlich getragen werden. Dies gilt nicht für privatversicherte Patientinnen. Zur Verbesserung der individuellen Vorsorge empfehlen Ärzte zum Beispiel Untersuchungen zu folgenden Erkrankungen: Zytomegalie-Virus-Infektion, Varizella-Zoster-Virus-Infektion (Windpocken), Parvo-Virus-B19-Infektion (Ringelröteln), Toxoplasmose und B-Streptokokken-Infektion.
Infektionen mit Risiko
Die Mehrzahl dieser Infektionen verläuft bei schwangeren Frauen ohne spürbare Symptome. Was harmlos klingt, ist jedoch umso gefährlicher: Denn häufig werden diese Infektionen aufgrund ihrer Symptomarmut nicht erkannt – mit schweren Folgen für das ungeborene Kind. Einige Erkrankungen entfalten das größte Risiko, wenn sich die Mutter in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft infiziert. Andere Infektionen werden erst später, während der Geburt oder kurz danach, auf das Kind übertragen und können zu schweren bleibenden Schäden oder sogar zum Tod des Kindes führen. Nur durch Blut- bzw. Abstrichuntersuchungen können diese Erkrankungen zuverlässig diagnostiriert werden.
Sinnvolle Zusatzvorsorgeuntersuchungen

Unser Tipp
Empfohlene zusätzliche Untersuchungen zur Vorsorge während der Schwangerschaft sind:
- Toxoplasmose
- Zytomegalie-Virus-Infektion
- Varizella-Zoster-Virus-Infektion (Windpocken)
- Parvo-Virus-B19-Infektion (Ringelröteln)
- B-Streptokokken-Infektion

