Entscheidend ist die gründliche Diagnose
Bereits nach dem 20. Lebensjahr sinken Gesamttestosteron und freies Testosteron kontinuierlich. Jeder fünfte Mann über 60 Jahren hat Testosteronmangel. Behandelt werden kann dieser durch Injektionen, Pflaster oder Gel. Eine solche Hormonsubstitution wirkt der Osteoporose entgegen und führt zu Aufbau von Knochenmasse, verstärkt die Körperkraft und senkt den Körperfettgehalt. Die Behandlung bedarf jedoch sorgfältiger Indikation und Überwachung. Außerdem muss in einer solchen Situation auch nach weiteren gesundheitlich einschränkenden Faktoren gefahndet werden: versteckte Zuckerkrankheit, fortgeschrittene Arteriosklerose, Niktotinkonsum, erhöhter Alkoholkonsum, Stress.
Die wichtigsten Laborparameter

- Sie sind nicht allein: Etwa jeder fünfte 60-jährige hat Testosteronmangel.
Unerlässlich ist die Analyse des aktuellen Hormonstatus. Testosteron ist dabei das bedeutendste Geschlechtshormon des Mannes. Wichtige Funktionen haben daneben weitere Parameter: Der Wert des SHBG (Sexualhormon bindendes Globulin) dient zur Beurteilung des Anteils an freiem, biologisch aktivem Testosteron. Bei zu niedrigen Testosteronwerten zeigen LH (Luteinisierendes Hormon) und FSH (Follikelstimulierendes Hormon) an, ob die Störung im Hoden oder in einem anderen Bereich liegt. Ein wichtiges Vorhormon ist DHEA-S (Dehydroepiandrosteron-Sulfat). Aus ihm werden Testosteron und Östradiol gebildet. Anti-Aging-Experten halten es für das wichtigste Steuerungsinstrument im Verlauf des Alterungsprozesses. TSH wirkt auf die Schilddrüse ein, die unverzichtbar für den Energiestoffwechsel ist.
Im Detail
Erst wenn alle potentiell die Erektion negativ beeinflussenden Faktoren – sowohl psychische wie auch körperliche – mit dem betreuenden Arzt erörtert wurden, ist der Einsatz von Viagra oder ähnlichen Substanzen unter ärztlicher Anleitung vertretbar. Dabei müssen wichtige Kontraindikationen beachtet und bewertet werden, um alle vermeidbaren Risiken auszuschließen.

