Zusätzlicher Schutz durch neue Tests
Neue Testverfahren bieten eine bislang nicht erreichte Empfindlichkeit, durch die Nierenerkrankungen noch besser – und vor allem früher – diagnostiziert werden können. Ihrem Arzt stehen Blut- und Urinuntersuchungen zur Verfügung, mit denen die Konzentration der Eiweiße Cystatin C im Blut und Albumin im Urin gemessen werden.
Was ist Cystatin C?
Speziell das Cystatin C lässt detaillierte Rückschlüsse auf die Filtrationsleistung der Nieren zu, da die Untersuchungsergebnisse unabhängig von Alter, Geschlecht und Muskelmasse bewertet werden. Bisher war die Bestimmung des Kreatinins im Blut die am meisten verbreitete Methode zur Bestimmung der Nierenfunktion. Allerdings ist der Wert stark abhängig von Alter, Muskelmasse und Geschlecht. Die Konzentration des Kreatinins steigt erst an, wenn die Nieren nur noch die Hälfte ihrer Leistung erbringen. Für die Prävention von Funktionsverschlechterungen ist Cystatin C besser geeignet. Der Vorteil: Durch diesen Test können beginnende Schädigungen frühzeitig erkannt und entsprechende Therapien eingeleitet werden, während andere Testergebnisse noch unauffällig sind.
Was ist Albumin?
Eine erhöhte Albumin-Ausscheidung im Urin deutet ebenfalls auf eine beginnende Nierenschädigung hin. Je nach Albumingehalt kann der Arzt den Grad der Erkrankung feststellen und entsprechende Maßnahmen einleiten. Eine früh erkannte Albumin-Mehrausscheidung kann bei geeigneter Behandlung meist normalisiert werden. Unbehandelt führt sie zu einer fortschreitenden Nierenschädigung. Der Urinstreifentest dient in diesem Programm zur Erkennung geringer Blutbeimengungen, die einen Hinweis auf Nierenerkrankungen sein können. Er lässt außerdem Harnwegsinfektionen erkennen, die ohne Symptome verlaufen können.
Unser Tipp
Die neueren Labortests gehören leider nicht zu den Vorsorgeleistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Sie sind aber in der Regel billiger, als die meisten Patienten denken. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Er berät Sie gerne.

