Unsichtbar und doch da
Herkömmliche Diagnosemethoden erkennen die Krankheit erst an ihren Folgen. Deshalb haben bildgebende Verfahren (Knochendichtemessung) ihren unbestrittenen Platz in der Diagnose einer bereits bestehenden Osteoporose. Zur Früherkennung sind jedoch andere Methoden geeigneter. Über den Urin werden Pyridinoline ausgeschieden. Es handelt sich dabei um Stoffwechselprodukte, die während des Knochenabbaus entstehen. Diese Substanzen sind häufig schon vorhanden, bevor das Röntgenbild einen Hinweis auf Knochenschwund liefert.
Einflussreiche Hormone

- Risiko Östrogenmangel: Statistisch gesehen erleidet jede dritte Frau nach den Wechseljahren einen osteoporosebedingten Knochenbruch.
Die Steuerung des Knochenstoffwechsels erfolgt im Wesentlichen durch Sexualhormone, wobei Östrogene eine herausragende Rolle einnehmen. Treten bei Frauen während der Wechseljahre Veränderungen auf, ist Vorsicht geboten: Wenn die Östrogenproduktion zurückgeht, ist auch das Knochengewebe betroffen. Lebensführung und Ernährung sollten spätestens jetzt noch einmal überprüft werden. Denn oft reichen einfache Veränderungen aus, um das Risiko von Folgeschäden drastisch zu verringern. Zur Bekämpfung einer diagnostizierten Osteoporose empfiehlt ein großer Teil der Ärzteschaft eine Hormontherapie. Diese Hormongabe verringert nachweisbar das Risiko von Knochenbrüchen. Es gibt allerdings auch Stimmen, die auf die damit verbundenen Nebenwirkungen hinweisen. Die Entscheidung, ob eine Hormontherapie sinnvoll ist, sollte deshalb immer individuell während des Arztgesprächs getroffen werden.
Empfehlung
Osteoporose-Früherkennung: jährliche Untersuchung ab dem 45. Lebensjahr auf Pyridinoline, Kalzium- und Vitamin-D-Spiegel, außerdem Wechseljahre-Screening (Hormonspiegel).
Benötigt:
Urinprobe, Blutprobe.
Stichwort für Ihr Arztgespräch:
Knochenschwund, Osteoporose, Pyridinoline, Ostase, Kalzium- und Vitamin-D-Spiegel.

