Vorbeugen durch Ernährung

- Den Kalziumbedarf decken: Achten Sie darauf, kalziumreiches Mineralwasser zu trinken.
Lange bevor sich die Frage nach einer Hormontherapie stellt, haben wir es selbst in der Hand, dem Knochenschwund vorzubeugen. Wie bei vielen anderen Erkrankungen spielen Ernährungsgewohnheiten und körperliche Betätigung eine zentrale Rolle. Die wichtigste Knochenbausubstanz ist Kalzium, ein Mineral, das in Gemüse (insbesondere Broccoli, Lauch und Fenchel) sowie Milchprodukten vorkommt, am reichhaltigsten jedoch in einigen Mineralwässern. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, täglich 1,5 Gramm Kalzium zu sich zu nehmen. Ein Liter Mineralwasser enthält je nach Sorte mehr als ein Drittel dieser Menge. Achten Sie auf die Analyse auf dem Etikett, sie verrät die genaue Zusammensetzung.
So bleibt das Gerüst stabil
Der menschliche Körper funktioniert streng ökonomisch: Er erhält nur, was er braucht. Deshalb bleiben Muskulatur und Skelett nur unter Beanspruchung stark und belastbar. Orthopäden empfehlen zur Osteoporose-Vorbeugung allen Altersgruppen Bewegung und Sport, um sowohl die Knochenfestigkeit als auch die Beweglichkeit zu stärken. Körperliche Aktivität kann ihre segensreiche Wirkung aber nur mit den nötigen Baustoffen Kalzium und Vitamin D entfalten. Da das Vitamin bei Sonneneinstrahlung in der Haut gebildet wird, sollten besonders ältere Menschen nicht nur genug Kalzium aufnehmen, sondern auch regelmäßig ins Freie gehen. Gegebenenfalls ist eine zusätzliche Vitamin-D-Zufuhr ratsam, möglichst als Kombi-Präparat in Verbindung mit Kalzium.
Wussten Sie´s?
Seit über 50 Jahren gibt es für Säuglinge die Vitamin-D-Prophylaxe. Durch diese einfache Maßnahme gelang es, die früher häufig auftretende Rachitis, die mangelhafte Entwicklung des Skeletts, nahezu flächendeckend zu verhindern. Viele kennen die Krankheitsbilder der Rachitis gar nicht mehr, zum Beispiel „Trichterbrust“ (eingedrückter Brustkorb) oder „Froschbauch“ (schlaffe Bauchdecke) – zum Glück.

