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Freie Radikale hinterlassen Spuren

Ob ein Organismus unter oxidativem Stress leidet, kann durch eine Laboruntersuchung festgestellt werden. Radikale selbst sind nicht bestimmbar, da sie nur für Bruchteile von Sekunden aktiv sind. Stattdessen können Folgeprodukte im Blut oder Urin ermittelt werden. Zu den nachweisbaren Folgeprodukten gehören Lipidperoxide: Diese durch freie Radikale geschädigten Fettstrukturen werden im Blut bestimmt. Im Blut wird auch das durch freie Radikale veränderte LDL-Cholesterin, das oxidierte LDL gemessen. Es ist ein wesentlicher Risikofaktor für Arteriosklerose. Eine Analyse des Urins gibt Aufschluss über 8-OHdG, ein durch freie Radikale veränderter Baustein der Erbinformation (DNA).

Auslöser vermeiden

Es gibt verschiedene Therapieansätze. Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig für die ausreichende Versorgung mit Antioxidantien. Die wichtigste Maßnahme besteht in der Vermeidung der Faktoren, die oxidativen Stress auslösen. Dazu gehören körpereigene und äußere Ursachen:

Körpereigene (endogene) Ursachen

  • Überbelastung (physisch und psychisch)
  • Operationen, Verletzungen
  • Diabetische Stoffwechsellage
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Erhöhtes Homocystein
  • Funktionsstörungen von Leber, Nieren und Darm
  • Erkrankungen mit Entzündungsreaktionen

Äußere (exogene) Ursachen

  • UV- und ionisierende Strahlung
  • Umweltbelastungen durch Ozon, Stickoxide, Schwermetalle
  • Nikotin- und Alkoholkonsum
  • Bestimmte Arzneimittel wie Zytostatika (Zellgifte)
  • Übermäßige körperliche Aktivität (Hochleistungssport)
  • Mangel an Antioxidantien durch Fehlernährung

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Empfehlung

Spezielle Labor-Profile geben wertvolle Hinweise auf bestehenden oxidativen Stress oder Antioxidantienmangel und ein daraus resultierendes Gesundheitsrisiko: Das Basis-Laborprofil „Oxidativer Stress“ ermittelt die Werte der Lipidperoxide und die totale antioxidative Kapazität. Das erweiterte Laborprofil „Oxidativer Stress“ misst Lipidperoxide, oxidiertes LDL-Cholesterin, 8-OH Deoxyguanosin und Homocystein.

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