Folgen von Vitamin-D-Mangel
Schon lange ist bekannt, dass ein anhaltender Mangel an Vitamin D zu Knochenerweichungen und Knochenschwund führen kann. Auch zahlreiche psychische Störungen können dadurch verstärkt werden. Neuere Forschungen zeigen zudem, dass die Folgen einer Unterversorgung noch weitaus größer sind: So erhöht ein anhaltender Vitamin-D-Mangel das Risiko, einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder Herzversagen zu erleiden.
Zahlreiche Auswirkungen
Auch zwischen Bluthochdruck (Hypertonie) sowie Autoimmunkrankheiten wie Multiple Sklerose, Typ-I-Diabetes mellitus oder rheumatoide Arthritis auf der einen Seite und Vitamin-D-Mangel auf der anderen Seite konnte ein klarer Zusammenhang nachgewiesen werden. Sogar einige Krebsformen, wie Prostatakrebs, Brustkrebs oder Darmkrebs, zählen zu den Krankheiten, die durch Vitamin-D-Mangel mit ausgelöst werden können. Weil Vitamin-D-Mangel lange Zeit kaum Symptome zeigt, bleibt er oft unentdeckt. Experten sprechen deshalb von einer „stillen Volkskrankheit“. Erst im fortgeschrittenen Stadium meldet sich der Körper, wenn der Kalziummangel zu Krämpfen und Muskelschmerzen führt.
Kinderknochen stärken

- Kalzium für starke Knochen: Vitamin D sorgt dafür, dass der Körper den Mineralstoff aufnehmen kann.
Gerade für Kinder ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D besonders wichtig. Ihre Knochen befinden sich noch im Aufbau. Fehlt Vitamin D, kann der kindliche Körper nicht genügend Kalzium aufnehmen. Die Folge: Die Knochen bleiben weich und verformen sich. Eine Rachitis nimmt ihren Lauf. Säuglinge erhalten deshalb vorbeugend Vitamin D in Form von Tropfen bzw. Tabletten. Der Grundstock eines gesunden Knochenbaus wird jedoch im Mutterleib gelegt. Deshalb sollten Frauen während der Schwangerschaft – und auch in der Stillzeit – ihren Vitamin-D-Spiegel messen lassen, um einen Mangel rechtzeitig ausgleichen zu können. Außerdem ist Vitamin-D-Mangel eine relativ häufige Alterserscheinung.
Wussten Sie´s?
Die Sonne gibt den Anstoß, danach ist unser Körper dran: Bevor Vitamin D seine Aufgaben erfüllen kann, muss es in der Leber und den Nieren in seine aktive Form umgewandelt werden. Mediziner sprechen vom 1,25-OH-Vitamin-D3. Was kompliziert klingt, hat konkrete Auswirkungen. Ist die Vitamin-D-Produktion gehemmt, drohen nicht nur typische Winter-Erkrankungen wie Erkältung und Grippe, sondern auch schwerwiegendere Folgen.

