A A A

Wenn der Körper mit sich selbst kämpft

Vitamin D kann Einfluss auf unser Immunsystem haben. Das Immunsystem wird dann aktiv, wenn Fremdkörper in unseren Organismus eindringen: Im Idealfall erkennt es Viren und Bakterien und macht die Eindringlinge unschädlich. Aus bislang ungeklärten Gründen verwechselt das Abwehrsystem bei manchen Menschen körpereigenes Gewebe mit Krankheitserregern. Es beginnt, Teile des eigenen Körpers zu bekämpfen. Mediziner sprechen in diesen Fällen von Autoimmunerkrankungen.

Autoimmunerkrankungen

Die Zahl der Menschen, die an einer Autoimmunerkrankung leiden, nimmt stetig zu. Überdurchschnittlich häufig sind Frauen zwischen 20 und 45 Jahren betroffen. Die Ursachen dafür sind noch unbekannt. Sicher ist jedoch: Bei verschiedenen Autoimmunerkrankungen, wie Morbus Crohn (chronisch-entzündliche Darmerkrankung), chronischer Polyarthritis (fortschreitende Gelenkzerstörung) oder Multipler Sklerose, konnte ein klarer statistischer Zusammenhang mit Vitamin-D-Mangel nachgewiesen werden. Damit spielt die ausreichende Versorgung mit dem „Sonnenvitamin“ auch in der Prophylaxe von Autoimmunerkrankungen eine Rolle.

Allergien

Allergien folgen einem ähnlichen Muster wie Autoimmunerkrankungen. Auch sie basieren auf einer Fehlleistung des Immunsystems. Allerdings werden sie hervorgerufen, weil unser Abwehrsystem normale Stoffe, wie Blütenpollen oder Bestandteile in Nahrungsmitteln, als Schadstoffe klassifiziert und angreift. Vitamin D entfaltet auch hier positive Wirkungen. So kann das „Sonnenvitamin“ zu einer Hemmung der IgE-Produktion (Immunglobulin E) in den Immunzellen führen. Die Entzündungsreaktionen nehmen ab und der betroffene Patient fühlt sich besser. Der nachhaltige Effekt, den eine Steroidtherapie erzielt, wird allerdings durch Vitamin-D-Gabe allein nicht erreicht.

Wussten Sie´s?

Die Sonne gibt den Anstoß, danach ist unser Körper dran: Bevor Vitamin D seine Aufgaben erfüllen kann, muss es in der Leber und den Nieren in seine aktive Form umgewandelt werden. Mediziner sprechen vom 1,25-OH-Vitamin-D3. Was kompliziert klingt, hat konkrete Auswirkungen. Ist die Vitamin-D-Produktion gehemmt, drohen nicht nur typische Winter-Erkrankungen wie Erkältung und Grippe, sondern auch schwerwiegendere Folgen.

GESUND bleiben