Mit Sonne vorbeugen

- Ab nach draußen: Wer sich regelmäßig im Freien aufhält, sorgt für eine bessere Vitamin-D-Versorgung.
Ein regelmäßiger Aufenthalt im Freien stellt die effizienteste Art dar, sich mit genügend Vitamin D zu versorgen. Denn 75 bis 90 Prozent des Vitamin-D-Bedarfs können durch die UV-B-Strahlung der Sonne in unserer Haut gebildet werden. Das Problem dabei: Unser moderner Lebensstil lässt uns oft nicht ausreichend Zeit. Wer den ganzen Tag im Büro oder in der Werkhalle verbringt, der nimmt zu wenig Sonnenlicht auf – und dies oft sogar in den Sommermonaten. Hinzu kommt, dass die Vitamin-D-Produktion auch vom Hauttyp abhängt: Menschen mit dunklem Teint sind zwar besser vor der Sonne geschützt, benötigen aber mehr Sonnenbestrahlung, um Vitamin D zu bilden. Insofern neigen sie häufiger zu Mangelerscheinungen als hellhäutige Menschen.
Ernährung hilft nur bedingt
Nur etwa zehn Prozent des Vitamin-D-Bedarfs werden in der Regel über die Nahrung gedeckt. Warum? Ganz einfach: Nur eine begrenzte Anzahl von Lebensmitteln enthält nennenswerte Mengen an Vitamin D. Dazu zählen vor allem Fische mit hohem Fettgehalt, wie zum Beispiel Lachs, Milchprodukte, Eier und Fleisch. Wenn Sie den Vitamin-D-Bedarf nur über die Ernährung decken wollten, müssten Sie beispielsweise pro Woche mindestens zwei Kilogramm Lachs verzehren.
Sonne tanken
Sonnenlicht ist die wichtigste Quelle für die Vitamin-D-Produktion. Ärzte empfehlen deshalb, sich drei Mal pro Woche bis zu 15 Minuten ohne Sonnenschutz an der frischen Luft aufzuhalten. Dabei reicht es, Arme, Beine und Gesicht der Sonne auszusetzen. Nach ungefähr 20 Minuten erreicht die Vitamin-D-Produktion ihr Maximum und kann anschließend nicht weiter gesteigert werden. Langes, ungeschütztes Sonnenbaden hat deshalb keinen zusätzlichen Nutzen. Im Gegenteil: Es provoziert schwere Hautschäden und kann zu Hautkrebs führen.
Wussten Sie`s?
Streng genommen ist Vitamin D gar kein Vitamin, sondern ein Hormon. Dass wir es „Vitamin D“ nennen, liegt daran, dass es der vierte Vitalstoff ist, der 1919 entdeckt wurde – nach Vitamin A, B und C. Aber Vitamin D muss zum einen nicht ausschließlich mit der Nahrung aufgenommen werden, wie die meisten anderen Vitamine, zum anderen besteht eine eindeutige Verwandtschaft mit den Steroidhormonen. Deshalb spricht man heutzutage auch vom „Sonnenhormon“.

