Kennen Sie das auch? Nach dem ersten Tag am Strand spannt die Haut und ist gerötet. Meist klingt der Sonnenbrand bald ab. Ist dann wieder alles gut? …
August 2025
Jeder Sonnenbrand ist einer zu viel
Vorsicht: Was wie eine kurzfristige Hautreizung erscheint, kann langfristige Folgen haben. Denn jeder Sonnenbrand erhöht das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken – insbesondere das gefährliche maligne Melanom kann die Folge intensiver UV-Belastung sein. Hautkrebs ist die häufigste Krebserkrankung in Deutschland. Jährlich erhalten hierzulande rund 290.000 Menschen diese Diagnose, darunter sind 30.000 Fälle des malignen Melanoms, besser bekannt als „schwarzer Hautkrebs“. Besonders tückisch ist, dass die versteckten Schäden in der Haut erst oft Jahre später sichtbar werden. Ein Sonnenbrand in der Kindheit erhöht das Risiko für Hautkrebs im Erwachsenenalter erheblich.
So schützen Sie sich richtig
Die Zahlen steigen, doch das bedeutet nicht, dass Hautkrebs unvermeidlich ist. Im Gegenteil: Mit einer Kombination aus Vorsorge und Schutzmaßnahmen können Sie Ihr Risiko deutlich senken. Grundsätzlich gilt: Sonnenschutz ist unverzichtbar. Eine Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor (LSF) 30 sollten Sie mehrfach täglich auftragen, selbst an bewölkten Tagen. Achten Sie besonders auf empfindliche Hautpartien wie Gesicht, Ohren, Nacken und Hände. Noch besser wirkt UV-abweisende Kleidung. Auch Sonnenhüte und Sonnenbrillen bieten zusätzlichen Schutz. Meiden Sie die heiße Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr, wenn die UV-Strahlung am intensivsten ist. Legen Sie Ihre Aktivitäten im Freien in die frühen Morgen- oder späten Nachmittagsstunden.
Nutzen Sie die ABCDE-Regel
Machen Sie regelmäßige Hautchecks: Die Hautkrebsvorsorge beim Dermatologen ist ein wichtiges Mittel, um frühzeitig Veränderungen zu erkennen. Gesetzlich Versicherte können diese Untersuchung ab 35 Jahren alle zwei Jahre kostenlos in Anspruch nehmen – einige Kassen bieten sie auch für jüngere Patienten an. Beobachten Sie selbst Muttermale auf Ihrer Haut regelmäßig nach der ABCDE-Regel: Asymmetrie, Begrenzung, Colorierung, Durchmesser, Entwicklung. Auffällige Veränderungen sollten Sie immer ärztlich abklären lassen. Die Haut ist unser größtes Organ – und sie verdient unseren Schutz. Denn wer seine Haut schützt, schützt letztlich auch sein Leben.