Mögen Sie auch diese Spätsommerabende? Das Klirren von Gläsern mischt sich mit dem Lachen der Gäste. Ein Feierabendbier hier, ein Glas Wein dort …
September 2025
Der Genuss von Alkohol gehört für viele von uns zum Alltag. Doch die Grenze zwischen Genuss und Risiko ist schmal. Viele Menschen unterschätzen die Auswirkungen ihres Alkoholkonsums auf ihre Gesundheit. Die Leber, unser größtes Stoffwechselorgan, entgiftet den Körper, speichert Energie und produziert lebenswichtige Proteine. Trinken wir Alkohol, setzen wir sie unter Stress. Denn Alkohol wird hauptsächlich in der Leber abgebaut. Dabei entstehen giftige Zwischenprodukte. Besonders kritisch: Bereits moderater Alkoholkonsum kann langfristig zu Schäden führen.
Gefährlich ist, dass Lebererkrankungen wie die Fettleber oder Zirrhose oft erst in späten Stadien Symptome zeigen. Deswegen können regelmäßige Kontrollen der Leberwerte im Blut helfen, Schäden frühzeitig zu erkennen. Wichtige Parameter sind die Enzyme ALT, AST und Gamma-GT, die bei Leberbelastungen erhöht sind. Auch der Bilirubinwert und die Albuminproduktion geben Hinweise auf die Lebergesundheit. Eine einfache Blutuntersuchung beim Hausarzt reicht deshalb oft aus, um erste Warnsignale zu entdecken.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Frauen, nicht mehr als 10 Gramm reinen Alkohol pro Tag zu konsumieren – das entspricht etwa einem kleinen Glas Wein oder einem kleinen Bier. Für Männer gilt etwa das Eineinhalbfache. Doch bereits diese Mengen können problematisch sein. Denn neuere Studien belegen, dass Alkohol selbst in kleinen Mengen Ihren Körper schädigt. Prävention beginnt mit einem bewussten Umgang: Legen Sie alkoholfreie Tage ein, reduzieren Sie die Menge und am besten verzichten Sie ganz auf Alkohol. Jedes Glas Alkohol, das Sie nicht trinken, ist ein Gewinn für Ihre Gesundheit.